Pressemitteilungen

19.03.2018 - Schulverpflegung Schritt für Schritt verbessern!

Verbraucherzentrale startet wieder Programm „Schule auf EssKurs“

Das erfolgreiche Aktionsprogramm „Schule auf EssKurs“ wird im kommenden Schuljahr 2018/2019 fortgesetzt. Niedersächsische Schulen, die ihre Verpflegung aktiv mitgestalten und verbessern möchten, können sich ab sofort beim Ernährungsteam der Verbraucherzentrale Niedersachsen. e. V. bewerben. Dazu gilt es Ziele für eine Optimierung der bestehenden Verpflegungssituation zu formulieren. Eines davon sollte die Qualitätsverbesserung des Mittagsangebotes betreffen. Für die Umsetzung stehen knapp 9 Monate zur Verfügung. Während des Prozesses werden die Teilnehmer von Ernährungsfachkräften der Verbraucherzentrale begleitet. Bei Erfolg erhalten die Schulen eine Sterneauszeichnung.

Alle notwendigen Bewerbungsunterlagen sind unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/ernaehrung-schule-kita/ernaehrung-schulen/schule-auf-esskurs abrufbar und bis spätestens 06. Juli 2018 bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen einzureichen.
Wer teilnimmt, erfahren die Schulen, zum Ende der Sommerferien. So können sie mit Schuljahresbeginn in ihren individuellen EssKurs starten.
Durchgeführt wird das kostenfreie Programm seit 2007 von der Verbraucherzentrale Niedersachsen; es ist gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

14.03.2018 - DGE stellt Kriterien für vegetarische Menülinie vor

Mit der steigenden Zahl an Vegetariern nimmt die Nachfrage nach vegetarischen Gerichten in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) kontinuierlich zu. So sind vegetarische gleich nach regionalen Speisen die Trendangebote der GV im letzten Jahr. Um Einrichtungen und Caterer bei der Gestaltung einer gesund-heitsfördernden vegetarischen und vielfältigen Verpflegung zu unterstützen, hat die DGE Kriterien für eine ovo-lacto-vegetarische Menülinie in der Gemeinschaftsverpflegung entwickelt. Am 13. März 2018 stellte die DGE diese Kriterien im „Forum Schulcatering“ auf der Internorga vor.

Die Gemeinschaftsverpflegung bietet für alle Altersgruppen eine gute Möglichkeit, durch ein ausgewogenes vollwertiges Angebot an Speisen und Getränken primärpräventive Maßnahmen in die Praxis umzusetzen. Damit dies gelingen kann, hat die DGE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sieben DGE-Qualitätsstandards für Kitas, Schulen und Betriebe, Krankenhäuser, Rehakliniken, stationäre Senioreneinrichtungen sowie für „Essen auf Rädern“ veröffentlicht. Die Kriterien für die ovo-lacto-vegetarische Menülinie ergänzen diese. Basis sind die Anforderungen an die Lebensmittelqualitäten und
-häufigkeiten aus den DGE-Qualitätsstandards. Der Fokus liegt auf den notwendigen Veränderungen bei einer vegetarischen Menülinie.

14.03.2018 - Erfolgreich „nudgen“ in Kantine und Mensa - Drei neue Praxisleitfäden vorgestellt

Mit Hilfe von kleinen Veränderungen gelingt es, dass Essensteilnehmer in Kantinen und Mensen zu gesünderen Speisen- und Getränkealternativen greifen. Einige sanfte Anstups-Maßnahmen, neudeutsch als „Nudging“ bezeichnet, stellte Professor Dr. Gertrud Winkler von der Hochschule Albstadt Sigmaringen kürzlich auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft in Stuttgart vor.

In zwei Verbundstudien wurde Nudging in einer Bundeswehrkantine, in einer Hochschulmensa und in einer Schulmensa eines bayerischen Gymnasiums eingeführt und getestet. In der Truppenküche gelang es zum Beispiel durch Platzierung von Wasserflaschen neben dem Getränkeautomaten für Softgetränke den Wasserkonsum innerhalb eines Jahres um 9 Prozent zu steigern. Bei geschnittenem Obst stieg der Verzehr um 29 Prozent an. Erreicht wurde das, indem es in Gläsern anstatt in weißen Schalen angeboten wurde und die Milchdesserts und der Wackelpudding außer Reichweite am Ende der Ausgabetheke präsentiert wurden.

07.02.2018 - Mehr Obst und Gemüse für Grundschüler

Schulobstprogramme sind erfolgreich

Schulobstprogramme sind offenbar ein gutes Konzept. Denn wenn Grundschüler an mehreren Tagen in der Woche kostenlos Obst und Gemüse erhalten, greifen sie häufiger zu. Das hat eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn und Koblenz-Landau bestätigt, an der knapp 670 Dritt- und Viertklässlern an Schulen in Nordrhein-Westfalen beteiligt waren.

Die 7- bis 10-Jährigen wurden in drei Gruppen eingeteilt, die an drei Tagen bzw. zwei Tagen wöchentlich oder gar nicht am Schulobstprogramm teilnahmen. Zu Beginn und nach Ablauf eines Jahres machten die jungen Probanden mit fachlicher Unterstützung Angaben zu den in den vergangenen 24 Stunden gegessenen Speisen und Getränken.

Nach einem Jahr hatte sich der Obst- und Gemüsekonsum der Kinder bei drei, aber auch bei zwei Schulobsttagen in der Woche deutlich erhöht.
Der Effekt war an Tagen mit Schulobstausgabe besonders ausgeprägt, aber auch an „normalen“ Tagen nachweisbar. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Schulobstprogramme auch langfristig das Ernährungsverhalten verbessern können. Allerdings sind für gesicherte Aussagen weitere Studien notwendig, geben die Wissenschaftler im „Journal Public Health Nutrition“ zu bedenken.

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 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
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