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06.11.2018 - Klöckner: "Für nur vier Cent mehr gibt es ein gesünderes Schulessen. Das sollten uns unsere Kinder wert sein."

Klöckner und Spahn werben anlässlich der Vorstellung der Studie zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung für flächendeckende DGE-Qualitätsstandards

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, stellt heute die von ihrem Ministerium bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Auftrag gegebene Studie zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS) vor. Gemeinsam mit ihrem Kollegen, Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn, wirbt Klöckner dafür, DGE-Qualitätsstandards für Schulessen flächendeckend in allen Schulen zu verankern.

Klöckner zu den Ergebnissen der KuPS-Studie: "Der Bundesregierung ist gesunde und ausgewogene Ernährung ein besonderes Anliegen. Das gilt insbesondere bei der Schulverpflegung, wo wir die DGE-Standards flächendeckend umgesetzt wissen wollen. Mit der KuPS-Studie wird erstmals wissenschaftlich belastbar nachgewiesen, dass dem nichts im Wege steht. Die Studie hat ergeben: Es braucht nur vier Cent, um ein Mittagessen in unseren Schulen gesünder zu machen, sodass es dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht. Schulverpflegung muss also nicht teuer sein. Wenn nur ein einstelliger Cent-Betrag den Unterschied macht, dann darf es keine Ausreden mehr geben für die flächendeckende Anwendung des DGE-Standards. Denn es geht hier um eine Investition in die Gesundheit unserer Kinder. Das zahlt sich aus – für uns alle."

06.11.2018 - Besseres Schulessen muss nicht viel teurer sein

DGE veröffentlicht KuPS-Studie zu Kosten der Schulverpflegung

Auf dem heutigen Bundeskongress Schulverpflegung in Berlin stellte die DGE erste Ergebnisse zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS) vor. Damit liegen neben Modellrechnungen zu Kosten für die Bereitstellung der Schulessen erstmals Daten vor, welche Kosten beim Schulträger für Verwaltungsaufgaben rund um die Schulverpflegung entstehen. An der KuPS-Befragung zur Organisation der Schulverpflegung haben bundesweit 488 Schulträger teilgenommen.

Mehr als drei Millionen Schüler in Ganztagsschulen haben Anspruch auf ein Mittagessen in der Schule. Um eine ausgewogene Schulverpflegung anbieten zu können, müssen entsprechende Strukturen beim Schulträger und in den Schulen vorhanden sein bzw. geschaffen werden. „Es lohnt sich, bundesweit in die Infrastruktur zu investieren, damit alle Schulen eine ausgewogene Verpflegung anbieten können. Ob gut gebildete oder bildungsferne Schichten, Schule und Teilhabe am Schulessen vereint alle miteinander und sorgt für Chancengleichheit“, sagte Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Präsidentin der DGE.

Wie gut ist das Schulessen in Deutschland?

Die IN FORM Redaktion sprach aktuell mit Professorin Ulrike Arens-Azevedo über die Ergebnisse der von ihr geleiteten Studie zur Qualität der Schulverpflegung in Deutschland. Ausserdem ging sie der Frage nach, was Eltern über das Schulessen wissen sollten. Lesen Sie hier das gesamte Interview...

Quelle: IN FORM Newsletter Oktober 2018

UNO zeichnet Initiativen für klimafreundliche Schulernährung aus

Schulküchen können klimarelevante Emissionen einsparen

Die deutschen Projekte „KEEKS – Klimafreundliche Schulküchen“ und „Aktion Pflanzen-Power“ dürfen sich über eine gemeinsame internationale Würdigung freuen: Das Sekretariat der UN-Klimaschutzkonferenz in New York gab kürzlich die 15 Gewinner seines Klimapreises „Momentum for Change“ bekannt. Insgesamt waren weltweit mehr als 560 Projekte für den Preis eingereicht worden.

Ein engagiertes Schulküchenteam könnte mehr als 40 Prozent Treibhausgase einsparen: Das zeigen Messungen und Berechnungen in Kölner Ganztagsschulen, in denen täglich frisch gekocht wird. Dr. Michael Scharp vom IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin hat das Projekt initiiert. Vier Forschungseinrichtungen erarbeiteten gemeinsam mit einer NGO und einem Bildungsträger 22 klimafreundliche Maßnahmen für Schulküchen. „Entscheidend ist: Den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung folgen und nur zwei Mal in der Woche Fleisch auf den Speiseplan setzen. Wer vegetarisch, etwa mit Hülsenfrüchten kocht, spart noch mehr Treibhausgase“, erklärt Scharp die wichtigsten Maßnahmen. Die beteiligten Wissenschaftler raten darüber hinaus, konsequent Speiseabfälle zu vermeiden sowie in moderne Küchentechnik, insbesondere Tiefkühlgeräte, zu investieren. Das Bundeszentrum für Ernährung hat das Projekt im wissenschaftlichen Beirat begleitet.

Die Preisverleihung findet während der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember 2018 in Katowice (Polen) statt.

Weitere Informationen:

KEEKS-Projekthomepage: https://elearning.izt.de/course/view.php?id=67

Nationale Klimaschutzinitiative: https://www.klimaschutz.de/projekt/keeks-klima-und-energieeffiziente-kuche-schulen

Quelle: BZfEBZfE-Newsletter Nr. 44 vom 31. Oktober 2018

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